28 Mai 2015

Blogparade: Reisetypen.

Aufmerksam geworden bin ich auf diese Blogparade durch Ariane. Veranstaltet wird das ganze vom Blog Reisen-Fotografie. Da ich, wie ihr mittlerweile sicherlich alle wisst, super gern verreise, beschloss ich, ebenfalls an dieser Blogparade teilzunehmen und mich mal genauer damit auseinander zu setzen, was für ein Reisetyp ich eigentlich bin - und mit welchen ich mich absolut gar nicht identifizieren kann!

Es gibt ja unzählige Bezeichnungen für Reisende. Da wären unter anderem
  • Pauschalreisende
  • Wellnessurlauber
  • Abenteurer
  • Partyurlauber
  • Gewohnheitsreisende
  • Backpacker
  • Gruppenreisende
  • ....
Wo ich mich direkt komplett rausnehmen kann sind die Pauschalreisen, der Wellnessurlaub, der Partyurlaub und der Gruppenurlaub. Ich plane meine Reisen lieber selbst, als eine vorgebene Reise zu buchen. Ich suche mir meine Unterkünfte lieber selber aus und vor allem möchte ich mir meine Mitreisenden selber aussuchen! Zwei Wochen mit nervigen Personen? Auf gar keinen Fall! Wellnessurlaube sind auch nicht so mein Ding, da ich mich relativ schnell langweile, wenn ich beispielsweise nur faul am Pool rumliegen würde. Ich möchte den Ort, in dem ich Zeit verbringe, kennen lernen und das kann ich nur, wenn ich mich von der Sicherheit meiner Unterkunft wegbewege - und mich vor allem auch BEWEGE! Partyurlaub wäre absolut gar nichts für mich! Ich bin in einem Ort, um Urlaub zu machen, was vom Land zu sehen und nicht, um mich sinnlos eine Woche lang zu betrinken und jeden Morgen mit einem riesigen Kater aufzuwachen, den Tag zu verpassen und abends direkt weiterzumachen. Dafür ist mir mein Geld zu schade. Und Gruppenreisen... es ist so, dass mich meistens schon eine Begleitung nach sehr kurzer Zeit in den Wahnsinn treibt. Da will ich mir gar nicht vorstellen wie es wäre, mit einer größeren Gruppe zu verreisen.


Wie verreise ich denn überhaupt?
 

So gerne ich auch einfach mal nur mit einem Rucksack für längere Zeit verreisen möchte, meistens habe ich einen unpraktischen großen Koffer dabei. Dazu einen Rucksack. Und mittlerweile auch noch einen Handgepäckkoffer. Das ist mein Reisegepäck, wenn ich für mehr als 4 Tage verreise. Wenn ich wirklich nur ein Wochenende weg bin, reicht mir auch der Handgepäckkoffer und mein Rucksack. Und wenn es nur eine Nacht ist, wie bei einer Städtetour mit einer Übernachtung, reicht auch nur der Rucksack.

Zu 90% verreise ich mit dem Flugzeug, was daran liegt, dass ich bisher fast nur nach Irland gereist bin, wo das Flugzeug einfach das schnellste Mittel ist. Ansonsten fahre ich mit dem Auto, wenn es zum Beispiel nach Holland geht, was sich anbietet, da ich nicht allzu weit von der holländischen Grenze wegwohne. Sollte es doch mal ein bisschen weiter weggehen, dann buche ich auch mal Busfahrten, zum Beispiel mit dem Flixbus oder Jobtours. Der Flixbus brachte mich schon nach Berlin und demnächst nach Paris. Der Vorteil hier dran ist, dass man seine Fahrten so buchen kann, wie man es möchte und super günstig von einem Ort zum nächsten kommt. Mit Jobtours buchte ich eine Fahrt nach London, was aber eine 1-Tages-Fahrt war, wo man nachts hin ist, den Tag in London hatte und nachts wieder zurückgefahren ist. Da war man dann in seiner Zeit natürlich eingeschränkt.


Wie sieht meine Unterbringung aus?







Noch vor 2 Jahren war es mir total egal, wo ich schlief, solange ich überhaupt eine Übernachtungsmöglichkeit hatte. Da schlief ich dann auch in gemischten 16-Bett-Zimmern (was nicht mal eine schlechte Erfahrung war). Danach folgten mehrmals 6-Bett-Zimmer nur für Mädchen und seitdem bin ich nicht mehr für Übernachtungen in Mehrbettzimmern geeignet, es sei denn, es ist wirklich nur für eine Nacht. Mädchen sind so rücksichtslos und eklig, das ist unglaublich! Das merkt man erst, wenn man einge Nächte mit fremden Mädchen in einem Zimmer schläft und sich auch das Bad teilt. Was ich gerne mache ist Couchsurfing, wodurch ich in Dublin mittlerweile eine Bekanntschaft habe, wo ich oft unterkommen kann. Ansonsten ziehe ich mittlerweile Hotels und B&Bs vor. Zum einen weil man ein wenig mehr Luxus hat was das Bad angeht. Zum anderen gibt es deutlich besseres Frühstück, was für mich wichtig ist, da ich jeden Morgen frühstücke!






Auch, wenn ich eher ungern zelte, würde ich auch diese Variante für mich noch nicht ausschließen, denn ich stelle es mir in Irland, Schottland oder Skandinavien recht schön vor, mitten in der wunderschönen Landschaft zu zelten.

Und bei so einer Aussicht aus dem Speisesaal bin ich auch mal bereit, etwas mehr für meine Unterkunft zu bezahlen und einen weiteren Weg in die Stadt auf mich zu nehmen!









Und zu welchem Typ würde ich mich nun zählen?

Bei dieser letzten Frage werde ich zunächst noch einmal zwei Typen unterscheiden, und zwar
  • Planer, die ihre komplette Reise von vorne bis hinten durchplanen, ohne Raum für spontane Aktionen zu lassen, denn Sicherheit geht schließlich vor
  • Individualisten, die nur gewisse Dinge für ihre bevorstehende Reise planen, wie die An- und Abreise und eine oder mehrere Unterkünfte; vor Ort wird das meiste spontan gemacht
Ich bin jemand, der gerne im Vorfeld weiß, was mich im Urlaub erwartet. Das An- und Abreise geplant und gebucht werden müssen ist logisch. Ich habe schließlich nur eine begrenzte Zahl an Urlaubstagen zur Verfügung. Ich überlege mir immer Orte, die ich während meines Urlaubes unbedingt sehen möchte. Dadurch buche ich auch im Vorfeld immer schon ALLE Unterkünfte. Dann weiß ich auch, wie viel Geld ich dafür einzuplanen habe. So langsam komme ich davon weg, auch meine komplette Tagesplanung bis ins kleinste Detail zu planen. Ich buche zwar für manche Tage immer noch Bustouren, aber viele Dinge sind mittlerweile auch mal auf einen anderen Tag verschiebbar oder können komplett gestrichen werden, wenn es zeitlich dann doch nicht mehr passt.
Dadurch bin ich mittlerweile wohl eine Mischung aus dem Planer und dem Individualisten. Ich bin nicht mehr allzu kontrollsüchtig und kann auch mal spontan sein, was, denke ich, eine gute Entwicklung ist, denn so erlebt man eindeutig die unerwarteteren Dinge. 

Ansonsten bin ich wohl auch ein Gewohnheitsreisender, zumindest in gewisser Weise. Ich reise für längere Urlaube bisher ausschließlich nach Irland, da ich dort meine Freunde habe und ich das Land wirklich liebe. Dort verbringe ich dann viel Zeit in Dublin und besuche immer wieder Orte, die ich bereits unzählige Male besucht habe, einfach weil sie mir so unglaublich gut gefallen. Wenn es aber ins Landesinnere geht, besuche ich immer neue Orte, da ich so viel wie möglich vom Land, seinen Menschen und seiner Kultur erleben möchte.


Für meinen nächsten etwas längeren Urlaub in Irland werde ich wohl zum Abenteurer werden, denn ich möchte mal neue und aufregende Dinge erleben. Surfen, Reiten, einen Berg besteigen, alleine durch Connemara oder die Wicklow Mountains wandern,... all das sind Dinge, die ich unbedingt mal machen möchte und ich hoffe, das nächstes Jahr umsetzen zu können. 

Wie ihr seht bin ich nur ein Reisetyp sondern mehrere. Und ich denke, das ist auch gut so. Wieso sollte man sich in eine einzige Schublade stecken, wenn es so viele unterschiedliche Arten gibt zu reisen? Ich bin eine Mischung aus verschiedenen Reisetypen und freue mich darüber, immer neue Arten des Reisens für mich zu entdecken. Vielleicht bleibe ich irgendwann bei einem einzigen Typen hängen, aber bis dahin mache ich genauso weiter wie bisher!

Was für ein Reisetyp seid ihr? Die Blogparade läuft noch bis zum 31.07., also bleibt euch noch genügend Zeit, ebenfalls mal darüber nachzudenken, wie ihr so auf Reisen seid.

Kommentare:

  1. Sehr, sehr gut geschrieben wie ich finde. :)

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  2. Das ist mal 'ne schöne Blogparade ^^
    Einen Wellnessurlaub würde ich schon gerne mal machen, aber eher nur so über ein Wochenende, denn mit Wellnessurlaub assoziiere ich richtig Wellness in Form von Entspannung, Massagen, Baden usw. usf. und nicht dieses am Strand oder Hotelpool rumlungern und sich die Haut verbrennen. Das wäre mir auch eindeutig zu blöde. Ich bin da auch eher der Typ, der etwas erleben möchte und entsprechend viel unterwegs ist und sich umguckt. Dann finde ich es immer etwas befremdlich, wenn ich in sozialen Netzwerken Urlaubsfotos von anderen am Strand sehe, die total prollig in Ägypten sich von Mami fotografieren lassen und ich denke mir… wtf, in Ägypten gibt es sicher interessanteres zu sehen, als diesen einen Strand… >_<

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  3. Hi Ina,

    vielen, lieben Dank für die Teilnahme an unserer Blogparade.

    Gruppenreisen - unser Albtraum. Da wäre wir absolut nicht kompatibel zu - oder die Gruppe vermutlich zu uns. Wenn ich die wenigstens selbst zusammen stellen dürfte, aus unserem Freundeskreis, dann würde es noch gehen. Aber es gibt Arten von Touristen, Reisenden - mit denen möchte ich meine kostbare Urlaubszeit nicht zusammen verbringen.

    Deine Art zu Reisen gefällt mir sehr gut. Auch wir sind ja sehr individuell, planen aber trotzdem gerne vor, so weit das möglich ist. Allerdings kann es vorkommen, das wir im Urlaub schon mal die komplette Planung über den Haufen werden.

    Und, uns zieht es immer zu neuen Plätzen - wir wollen immer was neues sehen, entdecken. Wobei es Orte gibt, wo wir gerne auch noch mal ein zweites oder drittes mal hin wollen.

    Also, noch mal Danke für Deine Teilnahme,

    LG Thomas

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